Emirate und der Oman 05. - 18. Nov. 2023


Abu Dhabi

Alle Teilnehmer freuten sich auf diese spezielle Reise. Wegern unerklärlichen Problemen mit Omanair mussten wir noch kurzfristig die Fluggesellschaft wechseln. Auch vor dem Friedensrichter waren sie nicht bereit, für unseren Verlust Hand zu bieten. Ein Pyrrhussieg der Airline, den sie haben den Umsatz der Gruppe, wie auch weitere Buchungen nicht nur meinerseits verloren. Aber Omanair fliegt ja vorderhand auch nicht mehr nach Zürich. Am Sonntagmorgen flogen wir nonstop in die Hauptstadt der Emirate, nach Abu Dhabi. Nach einem perfekten Flug, angenehmen Service und vielfältigstem Bordprogramm landeten wir pünktlich in Abu Dhabi. Da Etihad sein Terminal umbaute, wurde unser Flugzeug irgendwo in der Wüste abgestellt und wir kurven mit dem Bus lange Zeit auf dem Gelände herum. Pass – und Zollkontrolle war schnell erledigt und unser Transferbus zum Hotel stand auch bereit. Bei der 30 Minütigen Fahrt erklärte uns der lokale Reiseleiter auf Deutsch, Französisch und Englisch einige Fakts über die Emirate. Die Architekten des 5*-Hotels Bab al Qasr hatten angenommen, dass alle Gäste mit dem Rolls Royce oder Ferrari ankommen. Mit unserem Bus war die Vorfahrt zu schmal und wir mussten den „Angestellten-Eingang“ benutzen. Kurzes Check-in und wir konnten unsere riesigen Zimmer in luftiger Höhe beziehen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück besuchten wir als erstes den Präsidentenpalast in der Nähe unseres Hotels. Eine riesige, pompöse und prunkvolle Anlage aus Marmor und Gold für einige Staatsempfänge und Sitzungen des Bundesrates. Das Beste musste herbeigeschafft werden. Anschliessend fuhren wir mit dem Lift im Nachbarhotel auf eine 200 Meter hohe Aussichtsplattform mit fantastischer Aussicht auf Abu Dhabi und einen „kitschigen“ Sonnenuntergang im Meer.

Heute stand die Stadtrundfahrt auf dem Programm. Zuerst besuchten wir die Sheik Zayed Moschee, eine der Grössten auf der Welt. Leider wurde die ganze Besichtigung sinnlos und unsinnig kommerzialisiert. Bevor man zur Moschee kommt, muss man Dutzende von Shops, Souvenirläden und Restaurants passieren, eine absolute Zumutung. Anschliessend gab es im Hotel Royal Roses aber ein bekömmliches Mittagessen. Am Nachmittag stand dann der Besuch des Louvre-Museums auf dem Programm. Ein eindrückliches Gebäude mit mehreren Ausstellungspavillons. Kunstliebhaber könnten sich hier tagelang verweilen, mit all der Kunst, welche vom Louvre Paris gegen viel Geld zur Verfügung gestellt wird.

Heute ist ein freier Tag, und jeder Gast konnte seinen eigenen Interessen nachgehen. Zehn Personen führen mit einem Kleinbus zu einem Automuseum ausserhalb der Stadt mitten in der Wüste, Ein Scheich kauft alle alten Autos zusammen, zum Teil auch irre Exponate. Neuestens hat er auch eines der ersten Autos, ein Benz Motorwagen Nr.1 vom Jahre 1886 „eingekauft“. Neben dem Museumsgebäude stand auch noch eine Lockheed Tristar. Wie diese Maschine mitten in die Wüste kam, unvorstellbar.

  • Sonnenuntergang von der Etihad Tower Aussichtsplattform

  • Sonnenuntergang von der Etihad Tower Plattform (im Vordergrund der Präsidetenpalast)

  • Louvre Museum

  • neue Museen werden in Abu Dhabi gebaut

  • Automuseum

  • Automuseum

  • Falcon Hospital, einsamer Vogel

  • Automuseum

  • Louvre Museum, Begegnungsplatz

  • Finanzviertel, rechts unser Hotel

  • Präsidentenpalast

  • Finanzviertel

  • Falkenhospital, Warteraum der Patienten

  • Präsidentenpalast

  • Louvremuseum

  • Louvre Museum

  • Louvre Museum

  • Automuseum

  • Automuseum


Falcon Hospital, Wüstenstadt Al Ain

Alle waren gespannt auf den nächsten Tag. Der Besuch des Falcon Hospital stand auf dem Programm. Am Mittag checkten wir im Hotel aus und fuhren aus der Stadt heraus in die Nähe des Flughafens. Beim zweiten Anlauf fanden wir die Abzweigung zum Spital, welches vor bald zwanzig Jahren von einer deutschen Ärztin gegründet wurde. Ein Angestellter erklärte uns zuerst auf „Komiker“ Art viele Fakts über Falken, um anschliessend im Untersuchungsraum zuschauen zu können, wie den Vögeln Schnäbel und Krallen unter Narkose gestutzt wurden. Auch wurden verlorene Federn neu eingesetzt. Es wurde uns erklärt, dass diese Falken bis 300 km schnell fliegen können, wenn aber Federn fehlen, es zum Absturz kommt. Wir konnten auch einzelne Falken auf den Arm nehmen. Für viele Gäste etwas Einmaliges. Wir wurden dann noch durch die modernst ausgerüsteten Operationssäle geführt. Falken kosten bis zu 200‘000 USD, da lohnen sich auch Operationen. Auch besuchten wir ein Gebäude, in dem die Falken frei herumfliegen können. Nach dem Aufenthalt in Falkenspital fuhren wir in zwei Stunden durch die Wüste zu unserem nächsten Ort: Al Ain. Diese ehemalige Oase in der Wüste ist heute eine grössere Stadt, jedoch ohne Hochhäuser. Auch unser Hotel Rotana besteht aus vielen Bungalows. Ein gemeinsames Nachtessen bei einem abwechslungsreichen und vorzüglichen Buffet im Hotel beendete den Tag.

Am nächsten Morgen stand der letzte grosse Kamelmarkt in den Emiraten auf dem Programm. Die Kamele, Schafe und Ziegen kommen auch von weither, vom Iran, Afghanistan und Pakistan und warteten zu Hunderten auf Ihre Kunden. Die Käufer haben teilweise einen Kran an Ihrem Lastwagen, mit welchem die Kamele unter grossem Jammern direkt auf die Ladefläche gehievt werden. Am Nachmittag besuchten wir den Zoo von Al Ain. Leider wird er im Moment umgebaut. Einige Teilnehmer unternahmen eine geführte Safari im Zoo. Am Abend stand noch eine Fahrt auf den 1‘200 m hohen Jebell Hafeed auf dem Programm. Der Bus kollabierte aber bei der steilen Strasse auf halber Strecke und wir kehrten zum Hotel zurück. Am nächsten Tag unternahmen viele Teilnehmer einen Wüstenausflug und am Nachmittag war dann die Fahrt auf den Jebel Hafeet mit einem „besseren“ Bus ein voller Erfolg. Die Aussicht auf Al Ain und die Wüste wie auch der Sonnenuntergang war imponierend.

  • Falcon Hospital

  • Kamelmarkt Al Ain

  • Jebel Hafeed

  • Kamelmarkt Al Ain

  • Al Ain Zoo, weisser Tiger

  • Kamelmarkt Al Ain

  • Jebel Hafeed

  • Falcon Hospital

  • Kamele

  • Kamele

  • Wüste

  • Al Ain

  • Al Ain

  • Al Ain Hotel Rotana

  • Al Ain Kamelmarkt


Dubai und Airshow

Nach dem Frühstück führen wir in zwei Stunden nach Dubai. Die Sicht war klar und so konnten wir den Burj Khalifa und Burj al Arab schon von Weitem sehen. Wir kurvten zwischen den bizarren Hochhäusern zum Burj Khalifa und liessen uns in einer Minute auf 300 m Höhe bringen. Fantastische Aussicht auf eine etwas unwirkliche Stadt. Als Gegensatz besuchten wir anschliessend den alten Souk und liessen uns mit Abras für 20 Rappen über den Creek schiffen. Nachdem wir auch noch den Gewürz- und Goldsouk besucht hatten, bezogen wir das Hotel Radisson am Creek.

Jetzt kam der Tag, weshalb die meisten Teilnehmer die Reise gebucht hatten. Mit der Metro fuhren wir zuvorderst in der Goldklasse mit fantastischer Aussicht quer durch Dubai zur Shuttlestation Ibn Battuta. Weiter ging es mit dem Bus zum riesigen Messegebäude. Als CEO, Finanzchef, Sicherheitsbeauftragter oder auch Putzfrau unserer Firma bekamen wir Einlass zur Messe. Eindrückliche Messestände und ein riesiger statischer Flugzeugpark auf dem Tarmac begeisterte unsere Kunden. Gespannt warteten wir auf die Flugshow am Nachmittag, waren doch die Frecce Tricolori, die Russian Knights aus Russland, die 1. August aus China, eine Helikopter-Formation aus Indien und die Al Fursan der Emirate angekündigt. Am Schatten unter einem Flügel eines Airbus 380 konnte man die Show aus nächster Nähe bewundern. Auch der F-35 machte seine Aufwartung und Airbus mit der A-350 und Boeing mit der B-777 zeigten, dass man senkrecht in den Himmel stechen kann, natürlich fast ohne Treibstoff, ohne Passagiere und ohne Fracht.

Die meisten Kunden änderten am nächsten Tag Ihr Programm und wollten unbedingt noch einmal zur Show. Verständlich. Am Abend unternahmen wir noch eine Dhow-Fahrt auf dem Creek und bewunderten die vielen Lichter auf dem Fluss und in der Stadt Dubai.

  • Al Fursan

  • Triebwerk Messe Dubai

  • Dow Fahrt auf dem Creek

  • Dow Fahrt auf dem Creek

  • Heimflug nach Zürich


Muscat, Oman

Wir verlassen die Emirate und liessen das Pass- und Zollprozedere über uns ergehen. Schon die Ausreise war lustig, wir kamen uns wie bei einer Hochzeitszeremonie vor. Die Einreise in den Oman war dann für fast alle Reisenden überraschend speditiv. Eine Kundin brauchte etwas länger. Sie meinte nachher, dass der Beamte Sie unbedingt heiraten wollte (Zahlung mit Kamelen). Der Zoll brauchte etwas länger. Da neuestens der VAE-Bus auch im Oman zirkulieren darf und nicht mehr ausgewechselt wurde, mussten einige Stempel, etc. beigebracht werden. Als wir nur noch auf das Durchsuchen unseres Gepäcks warteten, wurde der Bus wieder zurück in die Emirate geschickt und wir mussten dann im Niemandsland aussteigen und der gesamte Bus wurde mitsamt unserem Gepäck in einem riesigen Tunnel während drei Minuten durchleuchtet. Ob man dadurch etwas gefunden hätte? Auf alle Fälle konnten wir wieder einsteigen und es ging speditiv durch alle Kontrollposten ohne weitere Kontrollen in den Oman. Anschliessend fuhren wir in vier Stunden in die Hauptstadt Omans, nach Muscat. Wir konnten unsere Zimmer im  Hotel Hilton beziehen, obwohl unsere Zahlung auch nach vier Wochen anscheinend immer noch nicht eingetroffen war. Anschliessend erholten wir uns nach dem etwas anstrengenden Tag bei einem guten Nachtessen.

Bei einer ganztägigen Stadtrundfahrt wurden die riesigen Gegensätze zwischen den Emiraten und dem Oman erst richtig bewusst. Der Oman beschäftigt nur wenige Gastarbeiter aus Pakistan, Indien und den Philippinen, sondern die Landsleute verrichten die meisten Arbeiten selber. Die pompösen Hochhäuser der Emirate, von renommierten Architekten, welche sich ein Denkmal bauen liessen, fehlen in Muscat vollständig. Die Teilnehmer waren vor allem auch vom fantastischen Opernhaus, der Sultan Qabos Grand Moschee und dem Souk begeistert. Ich versuchte in der Zwischenzeit mit dem Finanzchef des Hotels das Zahlungsproblem zu lösen. Meine Bank bestätige mir nach einem Suchauftrag, dass das Geld auf der Bank in Muscat sei. Seine Bank verneinte dies wieder und das Hotel verlangte nochmals die Zahlung per Kreditkarte, was ich nicht akzeptierte. Der Oman hat noch keine IBAN-Nummern und endlich bemerkte ich, dass der Swiftcode, welche mir das Hotel angegeben hatte, für eine andere Bank war. Ein kurzes Telefon mit dieser Bank, und das Geld war auf der richtigen Bank und auf dem richtigen Konto.

Wir waren gespannt auf die längere Fahrt durch das Akhdar-Gebirge stetig aufwärts zur wunderschönen Oasenstadt Nizwa, der ehemaligen Hauptstadt des Oman. Nach dem Besuch des ansehnlichen Souks machten wir beim anschliessenden massiven runden Fort aus dem Beginn des 17. Jahrhunderts Halt und waren von der Grösse des Hauptturms sehr beeindruckt. Anschliessend besuchten wir noch weitere touristischer Orte und fuhren noch weiter durch dieses Gebirge mit einem Halt in Al Hamra und Misfat al Abriyyn, einem Dorf mit vielen Anekdoten.

Am letzten Tag war nichts organisiert. Einige Teilnehmer gingen zu einer Tauchbasis am Meer zum schnorcheln und tauchen, andere unternahmen nochmals eine Fahrt ins Gebirge mit einem Geländewagen. Der Rest vergnügte sich am Swimmingpool oder suchte ein Shoppingzentrum auf.

Am Abflugstag konnten wir die Zimmer bis zur Fahrt zum Flughafen behalten. Der Flughafen besticht durch seine beachtliche Grösse und Gestaltung. Unser Flug startete pünktlich zum kurzen Flug nach Abu Dhabi mit einem Snack und Getränken. Die Sicht mitten in der Nacht mit den vielen Lichtern beim Anflug war fantastisch. In der Zwischenzeit wurde das neue Flughafengebäude der Etihad eröffnet.
Fantastische Architektur und funktionell perfekt mit hunderten von Cafés , Restaurants, Shops und Tax Free Möglichkeiten. Geld ist in den Emiraten kein Thema. Pünktlicher Weiterflug mit Frühstück und vielseitigem Unterhaltungsprogramm. Ein fantastischer Sonnenaufgang über den Österreicher Alpen begeisterte uns vor der pünktlichen Landung. Eine herrliche und abwechslungsreiche Reise hatte uns die Emirate und den Oman näher gebracht.

  • Muscat Hafen, Altstadt

  • Muscat, Eingangstor

  • Oman, Nizwa

  • Oman, Nizwa

  • Nizwa

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